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Gelsemium Gelsemium sempervirens Wilder (gelber) Jasmin
Beschreibung:
Ein schöner immergrüner, windender, oft eine sehr bedeutende Höhe erreichender Strauch, dessen lange holzige, dick mit zimmetbrauner Rinde bekleidete Wurzel bis 5 Centimeter stark werden kann, während der rothgelbe, bis purpurrothe, eine sehr hellgelbes Holz besitzende verzweigte Stamm stets ziemlich dünn bleibt.

Die gegenständigen, bleibenden, kurzgestielten Blätter sind lanzettlich oder eirund-lanzettlich, dünn zugespitzt, ganzrandig, leuchtend hellgrün auf der oberen, matt auf der unteren Seite, mit kaum sichtbaren Nebenblättchen.
Die Blüthen stehen gegenständig in der Blattachseln an kurzen, mit sehr kleinen Nebenblättchen besetzten Stielen, sie sind sehr gross und leuchtend dunkelgelb. Der kleine Kelch ist fünflappig, die schuppig angeordneten Abschnitte sind spitzig oder eirund; die bis 5 Centimeter lange Blumenkrone von trichteriger Gestalt hat am Saume fünf fast gleichgrosse abgerundete Abschnitte; am Grunde der Kronenröhre sind die fünf Staubgefässe befestigt, ihre hellgelben Fäden sind von gleicher Länge, die Kölbchen langpfeilförmig, zweizellig, einander genähert, der Länge nach aufspringend, dunkelgelb; der zweizellige Fruchtknoten ist elliptisch, niedergedrückt, kahl, er trägt einen langen, dünnen Griffel mit zwei Narben, deren jede wieder in zwei lineale, gleichlange Lappen gespalten ist.
Die Frucht ist eine hängende, oblong-eiförmig, zugespitzte, hellbraune Kapsel mit papierartiger, zweiklappig aufspringender Schale, zahlreiche rundliche, flache, häutige, hellbraune, an der Spitze runzelig-geflügelte Samen enthaltend.
Verbreitung:
In den nordamerikanischen Staaten südlich Virginien bis nach Mexiko hin ist dieser, im März und April blühende Schlingstrauch in Wäldern nicht selten.
Verwendung in der Homöopathie
Erstprüfung:
Neidhard, C. American Homoeopathic Observer 1(1864)87-90
(Zusammenfassung der drei Inaugural-Dissertationen von J.H. Henry, J. Stone
und F. Bigelow aus dem Jahr 1852).
Verwendete Ausgangsstoffe:
Tinktur aus der Wurzel [Hale, E.M. Gelsemium smpervirens.
In: New Remedies: Their Pathogenetic Effects and Therapeutical Application in Homoeopathic Practice. Detroit 1864, S. 173.]
Tinktur aus den Blüten
[Neidhard, C. Gelsemium nitidum. American Homoeopathic Observer 1(1864)87.]
Wirkungsdauer:
Unbekannt
Weitere Informationen unter:
www.gypser-verlag.de
Bilder- und Literaturverzeichnis:
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Band I. Dresden 1893, S. 200-201, Tafel 82
Gypser, K.-H. (Hrsg.) Materia Medica Revisa Homoeopathiae Gelsemium /
verfasst von Robert Goldmann. Glees, 2009, S. 5
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